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Schöttle Reisen

Eine Marke der Albert Rexer GmbH & Co. KG

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Omnibus Schöttle wird Teil von Rexer

Neuweiler / Calw. In diesen Tagen werden Verträge zur Übertragung der Firma Omnibus Schöttle in Neuweiler auf 1. August 2010 an das Calwer Unternehmen Albert Rexer GmbH & Co. KG vollzogen.

Vor dem zweiten Weltkrieg hat Jakob Schöttle in Oberkollwangen angefangen, den Betrieb aufzubauen. Dieser ging aus einem Obst-Großhandel und damit verbundenen Transportunternehmen hervor, das bald nach der Gründung auch Personen beförderte.

„Die Rahmenbedingungen stellen die gewachsenen Strukturen infrage“, erklärt der Enkel und heutige Firmenchef Wolfgang Schöttle. Die Größe der Schöttle Reise- und Verkehrs-GmbH reiche für die Zukunft nicht mehr aus, sagt der Unternehmer vom Oberen Wald. Die Linienbündelung, auch wenn der an sich Chancen bietende „Calwer Weg“ beschritten werde, sei einer der Gründe. Sie erfordere Organisationsstrukturen und eine Größe, die ein kleineres Familienunternehmen nicht erbringen können.

„Wir suchen das Miteinander, um stark zu bleiben“, ergänzt Rexer-Chef Arno Ayasse. Aus der bisherigen guten Zusammenarbeit habe man für den entscheidenden Schritt, die Eingliederung, das gegenseitige Vertrauen geschöpft. Die Schöttle-Busse werden nach seinen Worten nicht aus dem Straßenbild verschwinden, und der Betriebshof in Neuweiler wird erhalten.

Schöttle bringt zwölf Busse ein, 21 betreibt Rexer. 2011 besteht das Calwer Unternehmen 80 Jahre, beide Firmen sind also ungefähr gleich alt. Auch hier war der Gründer, Albert Rexer, der Großvater des heutigen Geschäftsführers. Hinsichtlich des Linien- einschließlich des Daimler-Berufsverkehrs bleibt zunächst alles wie bisher. Die Schöttle—Strecken werden dann zum Fahrplanwechsel im Dezember in die Organisationsstrukturen des etwas größeren Unternehmens eingegliedert. Synergieeffekte werden ohne Nachteile für die Fahrgäste genutzt. Vor allem im Raum Neuweiler-Agenbach, Würzbach und Oberreichenbach überschneiden sich die Streckenführungen beider Busunternehmen und lassen solche zu.

Keine Umstellung stehen den Reise-Kunden der Firma  Schöttle bevor. Die Programme werden weiterhin getrennte angeboten. Ansprechpartner für den Reisebetrieb einschließlich der Busvermietung bleiben wie bisher im Oberen Wald Wolfgang Schöttle, seine Frau Annegret und seine Schwester Dorothee Rothfuß. Komplett übernommen werden alle Mitarbeiter von Schöttle in die neue Konstellation.

Beide bald vereinigten Unternehmen haben für die Gemeinde Neuweiler Nahverkehrsgeschichte geschrieben. Schöttle band über Oberreichenbach vor allem für die Arbeiter Calmbach an und organisierte Ende der 60er Jahre mangels Interesse anderer den gesamten Schülerverkehr für den später in der Waldschule vereinigten Schulverband. Albert Rexer nahm 1931 die Linie von Calw über Altburg und Würzbach nach Agenbach auf. Mit dieser legte er den Grundstock für die Entwicklung seines Betriebs. „Das waren noch andere Zeiten“ meint Ayasse schmunzelnd. Besonders an heißen Tagen wie gegenwärtig sei der am Steuer sitzende Betriebsinhaber dann zur Pause im damals noch bestehenden „Lamm“ in Agenbach auf ein Bier eingekehrt. Nicht selten hätten ihn die Fahrgäste in beste Unterhaltung vertieft erinnern müssen, dass die Zeit zur Abfahrt gekommen sei.

Text und Bild: Hans Schabert / erschienen im Juli 2010 im Schwarzwälder Boten